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Chart-Indikatoren

Berechnet den Durchschnittskurs der letzten n Börsentage und zeichnet somit eine gleitende Trendlinie. Er folgt in Abhängigkeit von n dem Kursverlauf mit gewisser zeitlicher Verzögerung. Je größer die Anzahl n der gewählten Tage, desto grösser die Verzögerung. Der Gleitende Durchschnitt wird auch zur Verlangsamung (Glättung) des Stochastik-Indikators verwendet. Dazu wird n=3 gesetzt. Der GD kann durchaus als einfaches System für Kauf- und Verkaufssignale in sog. Trendmärkten herangezogen werden. Schneidet der aktuelle Kurs den GD von unten nach oben, so kann dies als Kaufsignal interpretiert werden, und umgekehrt als Verkaufssignal.

Plus: Verwendung in Trendmärkten.

Der einfachste Zyklusindikator ist das Momentum. Er bildet den Impuls ab, den die Kursbewegung zur Zeit besitzt. Der RSI ist die Weiterentwicklung des Momentums mit einem normierten Wertebereich zwischen 0 und 100. Dies macht einzelne Wertpapiere untereinander vergleichbar. Bei dem traditionell verwendeten 14-Tages-Intervall wertet man ein Überschreiten der 70%-Grenze als Überkauft-Signal - dem Papier geht sozusagen die Luft aus, die Dynamik lässt nach. Unterschreitet der Indikator die 30%-Marke, so liegt eine überverkaufte Marktsituation vor, und eine Umkehr zeichnet sich ab. Bereits eine Divergenz, etwa steigende Aktienkurse bei einem fallenden RSI, deutet auf einen bevorstehenden Trendwechsel hin.

Plus: Verwendung in zyklischen oder Seitwärts-Märkten. Besonders geeignet zum rechtzeitigen Ausstieg aus Positionen.
Minus: Wenn das Papier vom Zyklus in einen eindeutigen Trend übergeht, erreicht der RSI schnell die Randzonen, und man handelt zu früh.

Die Stochastik ist eine Erweiterung des RSI. Bei ihr wird angenommen, dass in Hausse-Phasen die Schlusskurse eher zu den Höchstkursen tendieren, im Abwärtstrend eher zu den Niedrigkursen. Eine Trendumkehr steht dann bevor, wenn sich die Schlusskurse (bei einem Aufwärtstrend) nicht mehr in der Nähe der Höchstkurse befinden. Die Stochastik ist sehr reagibel und eilt dem Trend häufig voraus. Sie wird daher häufig durch einen gleitenden Durchschnitt von 3 Tagen geglättet bzw. verlangsamt. Ein weiterer GD von meistens 3 Tagen wird zum exakteren Bestimmen von Kaufs- und Verkaufssignalen überlagert. Liegt die Stochastik über 80%, so gilt die Aktie als überkauft. Werte unter 20% werden i.d.R. als überverkauft bewertet. Ein gutes Signal gibt die Stochastik, ähnlich dem RSI, bei Divergenzen. Beispiel für Verkaufssignal: der Basistitel steigt noch, während die Stochastik bereits fällt.

Plus: Hohe Trefferquote in steilen Trends und bei Divergenzen. Zeigt Trendumkehr an.
Minus: Für Handelsentscheidungen ist der alleinige Blick auf die Stochastik gefährlich. In starken Trends kann der Indikator sehr lange in Extrembereichen bleiben.

Mit dem MACD versucht man, das Ende eines vorherrschenden Trends rechtzeitig zu erkennen. Der MACD oszilliert um seine Nullinie. Je stärker der Trend, desdo weiter entfernt sich der MACD von der Nullinie. Die Signale sind am besten, wenn der Abstand zur Nullinie gross ist. Ein Signal liegt vor, wenn der MACD die übergelagerte Durchschnittslinie schneidet. Bei steigendem MACD hält man Long-Positionen, bei fallendem MACD Short-Positionen.

Plus: Gute Anzeige von längerfristigen Trends und Erkennung von Divergenzen.
Minus: Als Timing für Ein- und Ausstieg sollte man schnellere Indikatoren wie die Stochastik verwenden.